Espa - Die Oase der Ruhe
Im Herzen der Schweiz, eingebettet zwischen zwei Seen und zu Füssen der weißen Jungfrau, liegt das Victoria Jungfrau Grandhotel & Spa, das sein Grand mehr als zu recht trägt. Ob Stil, Großzügigkeit oder höchster Komfort - diskreter Luxus ist hier Philosophie.
Fernöstliche meditative Musik schwingt durch den halbdunklen Raum, Duftkerzen verbreiten einen angenehmen süßlichen Duft. Ein freundlich lächelnder Therapeut hockt im Schneidersitz zu meinen Füßen und taucht diese in lauwarmes, mit mineralisiertem Meersalz angereichertes Wasser, wäscht sie und reibt einen Kräuter-Balsam ein. Ein Peeling mit Pulver aus gemahlenen Aprikosenkernen und eine intensive Fußmassage folgen. Diese Zeit nutzt der sympathische Inder, fragt mich nach körperlichen und seelischen Beschwerden und bespricht den weiteren Behandlungsvorgang. Es folgt eine sanfte Massage mit einem typisierten ayurvedischen Öl, das ich selbst auswählen darf. Ich bin beeindruckt über die Sensibilität und die ungewöhnliche Behandlungsmethode.
Das Grandhotel Victoria-Jungfrau im schweizerischen Interlaken bietet in seinem Luxus-Wellness-Trakt Espa als erstes Fünf-Sterne-Hotel eine Behandlung an, bei welcher der Gast individuell behandelt wird. Einzigartig dabei ist das "Zeit-Ritual". Hier entscheidet man sich nicht für ein spezielles singuläres Treatment, sondern ganz bewusst für den Luxus persönlicher Wellness-Zeit. Bei einem Minimum von zwei Stunden genießt der Gast ein individuell auf sich abgestimmtes Programm. „Das Ziel des Time-Treatment ist, den Alltag hinter sich zu lassen“, erklärt Corinne Sutter, Managerin des Espa-Bereichs im Grandhotel Victoria-Jungfrau. „Wir legen Wert auf Ruhe und Gelassenheit und wollen, dass der Gast seine wertvolle Zeit richtig investiert“, betont sie. Das Konzept funktioniert, denn die asiatische Gesamtkompostion aus edlem Tropenholz, dunklem Marmor, geschmackvollen Duftkerzen beruhigt die Sinne und vor allem den Geist. Kein Wunder, satte elf Millionen Euro investierten die Schweizer in den Neubau des Wellnesstrakts, der 2003 seine Pforten öffnete und sich zu einem weltbekannten Spa entwickelt hat. Trotz der Größe mit rund vierzehn Behandlungsräumen, Dampfbädern, Erlebnisduschen, Saunen, Eisbrunnen, Spa-Bar und feudalem Private Spa mit eigenem Badepool und Dampfdusche ist das Espa ein Ort der Stille und Erholung. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem Namen Espa? „Der Name kommt von Educational Spa und stammt von einer renommierten Londoner Spa-Company, gegründet von Susan Harmsworth", erklärt Sutter. „Educational, weil die Therapeuten etliche spezielle Kurse durchlaufen müssen, um in einem Espa arbeiten zu dürfen.“ Exklusiv seien aber vor allem die Produkte - nur natürliche Inhaltsstoffe werden verwendet, der Preis spiele dabei eine untergeordnete Rolle. Gleich über dem Treatment-Trakt wurden zehn elegante Suiten errichtet, die der Wellness-Gast bequem im Bademantel erreichen kann. Zwar verfügt das Fünf-Sterne-Haus schon seit zwölf Jahren über einen Spa, doch große Investitionen zahlen sich aus: Interlaken spielt seitdem eine Vorreiterrolle im Fünf-Sterne-Spabereich und setzt so hohe Maßstäbe.
Manche Hotels leisten sich teure Spas, um ihre Gäste zu beeindrucken. Andere haben zusätzlich Klasse und beeindrucken, weil das Gesamtkonzept stimmt: Das „Victoria Jungfrau“ im schweizerischen Interlaken hat beides und gehört zu jener Kategorie Hotel, die nur selten zu finden ist. Dass es vor kurzem zum „Besten Wellnesshotel in Europa“ gekürt wurde, ist wirklich kein Wunder: In Interlaken hat man verstanden, keine Wünsche offen zu lassen.



